Seit dem Sommer 2019 ist er der Mann an der Seitenlinie unserer SG Ruhrtal 1. Damen. Wie es ihm bei der SGR gefällt, was er vom Saisonende hält und wie er generell zu Sachen Handball im Stadtgebiet Arnsberg steht. Lest ein kleines Interview mit ihm.

Hallo Thomas, als echtes TVA Original warst Du über die Stadtgrenzen hinaus auch bei der SGR als „Pommes“ bekannt. Seit fast einem Jahr betreust Du unsere erste Damenmannschaft. Wie bist Du bei Ruhrtal aufgenommen worden?
Direkt bei den ersten Gesprächen, herrschte eine offene und herzlich Gesprächsatmosphäre – das hat sich erfreulicherweise nicht nur auf diese Gespräche beschränkt, sondern wie ein roter Faden durch die zurückliegenden Monate hindurchgezogen.

Gab es eventuell sogar schon ein Ereignis, dass Dir als besonders positiv in Erinnerung bleiben wird?
Ich möchte da kein einzelnes Ereignis hervorheben – wenn es Spaß macht zum Training, zu den Spielen zu gehen, sich an den ...

...organisierten Veranstaltungen zu beteiligen, dann ist eigentlich schon alles gesagt. In der Abteilung herrscht eine große Bereitschaft sich zu engagieren, das Vereinsleben mit Leben zu füllen, das ist sicherlich eine Eigenschaft die nicht in jedem Verein zu finden ist.

Mit nur einem Sieg lief es nicht immer optimal für Deine Schützlinge. Wie beurteilst Du den Saisonverlauf?
Uns war von Beginn an klar, dass die Landesliga eine große Herausforderung wird, wichtig war uns dabei immer, dass wir eine sportliche Entwicklung erkennen müssen. Diese Entwicklung konnten wir verzeichnen. In der Hinrunde mussten wir doch die ein oder andere hohe Niederlage einstecken, in der Rückrunde konnten wir uns in der Mehrzahl der Spiele bereits deutlich besser präsentieren. Die Mannschaft hat einen Topcharakter und hat „richtig Bock auf Handball“ – denn auch wenn wir uns sportlich eine andere Punkteausbeute erhofft hätten, so ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft absolut „meisterschaftswürdig“.

Seit Sonntag ist die Spielzeit offiziell abgebrochen und beendet. Die Regel sieht vor, dass neben einer Flut von Aufsteigern in allen Ligen, es keine Absteiger geben wird. Wenn Abstieg, dann nur freiwilliger Natur. Ist das eine Option für Deine Mannschaft?
Nach der offiziellen Entscheidung des Handballverband Westfalens über die Modalitäten des Saisonabbruches, der für uns gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt ist, haben wir uns natürlich etwas Zeit genommen zu überlegen, wie wir mit diesem Geschenk des Klassenerhaltes umgehen. Wenn Du im März Tabellenschlusslicht bist, dann stehst Du ja in der Regel nicht weil du jeden Gegner an die Wand gespielt hast……Natürlich hatten wir uns mit Blick auf die kommende Saison auch mit dem Thema „Bezirksliga“ beschäftigt. Das jetzt erhaltene Geschenk des Klassenerhaltes, werden wir jedoch annehmen und möchten diese zweite Chance nutzen unter Beweis zu stellen, dass wir es in der Landesliga besser machen können als in der jetzt abgebrochenen Saison.

Gibt es bereits offizielle Abgänge oder gar feste Zugänge für die neue Saison?
Jana, Melike, Michi werden den Verein verlassen, wobei Jana der SGR erfreulicher Weise als Schiedsrichter erhalten bleibt. Normalerweise hätte die Aufzählung um Celine erweitert werden müssen, die zwei Auslandssemester geplant hatte, bedingt durch die Corona Pandemie stehen hinter den Auslandssemestern jedoch einige Fragezeichen, so dass wir hier die weitere Entwicklung abwarten werden.
Bei den Zugängen, ob Intern aus der Zweiten oder evtl. Extern, werden wir Euch natürlich auf dem Laufenden halten.

Corona scheint sich etwas länger einzunisten. Wie schätzt Du die Lage ein, werden wir im Herbst wieder als Zuschauer die Handballspiele in den Sporthallen verfolgen dürfen?
Eine ganz komplizierte Frage, die derzeit wohl leider niemand seriös beantworten kann.
Zu vermuten ist jedoch, dass der Handballsport ziemlich weit am Ende der Sportarten stehen wird, die wieder aufgenommen werden können. Wenn alle Vereine bis dahin gut über die Zeit kommen und dies auch für die vielen Unterstützer, Förderer des Handballsports gilt, dann werden wir, wenn es wieder soweit ist, dass wir Handballfeste feiern können, sicherlich zahlreiche stimmungsvolle „Wiedereinweihungsfeiern“ quer durch die Republik erleben und mit Sicherheit ein besonders stimmungsvolles bei der SGR.

Die große SGR-TVA- Rivalität der letzten Jahrzehnte ist inzwischen fast verfolgen. Einige Stimmen sprechen sich gar immer lauter für den Zusammenschluss beider Vereine aus. Wie ist Deine Meinung, wäre das eine gute Option für den Handball in dieser Region?
Grundsätzlich ist es zunächst einmal großartig, dass wir im Stadtgebiet gleich drei Handballvereine auf der Visitenkarte stehen haben, dass zeigt welch große Handballbegeisterung in dieser Region vorhanden ist.
Einen Gesamtzusammenschluss von SGR und TVA halte ich derzeit für nicht realistisch. Jeder der beiden Vereine hat seine eigene Identität, seine eigene Tradition und nicht zuletzt seine liebgewonnen Spieltage in der jeweils heimischen Halle. Diese Vielfalt sollte, nach meiner persönlichen Auffassung, auch in Zukunft abgebildet und gelebt werden.

Auf der anderen Seite gibt es aber evtl. Bereiche, bei denen eine Zusammenarbeit zwischen den Vereinen im Stadtgebiet unter Umständen sinnvoll ist, ausdrücklich denke ich da auch an den TV Neheim. Wieso nicht im Idealfall gemeinsame Konzepte für die Nachwuchsgewinnung beim Thema „Zugang zu Schulen“ entwickeln, wieso nicht punktuell in einzelnen Jahrgängen über Spielgemeinschaften nachdenken, wie es ja in den letzten Jahren auch immer mal wieder bereits zwischen der SGR und dem TVA praktiziert wurde. Denkbar wären z.B. auch regelmäßige gemeinsame interne Trainerfortbildungen der drei Handballvereine des Stadtgebietes, denn letztendlich geht es doch darum möglichst viele Kinder, Jugendliche im Einzugsgebiet der jeweiligen Vereine für unseren wunderbaren Sport zu begeistern und an die Vereine zu binden.

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